Chancen geben - Chancen nutzen

Sie leiten ein Unternehmen? Sie sind für das Personal verantwortlich? Sie sind interessiert an Integrationsmassnahmen am Arbeitsplatz? Hier sind Sie an der richtigen Stelle.

Integration beginnt am Arbeitsplatz (Stephan Hermann, Philipp Eyer)

Integration findet überall statt. In der Schule, im Quartier, im Verein. Und ganz besonders am Arbeitsplatz: Hier erfahren Zugewanderte in den ersten Tagen und Wochen, wie Land und Leute ticken, welche Werte und Regeln gelten, was von ihnen erwartet wird. Hier fassen sie Fuss, um für sich und ihre Familien sorgen zu können. Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber können viel zur erfolgreichen Integration ihrer ausländischen Mitarbeitenden beitragen. Davon profitiert die gesamte Gesellschaft – und ganz direkt auch der Betrieb: Wer sich im Alltag zurecht findet und sich in der lokalen Sprache verständigen kann, fühlt sich wohl und arbeitet motiviert.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Integration am Arbeitsplatz zu fördern.

Positive Gesambilanz im TAK-Integrationsdialog Arbeiten 2012-2016

Der Integrationsdialog „Arbeiten – Chancen geben, Chancen nutzen“ hat konkrete Erfolge erzielt. Staat und Wirtschaft haben am 3. November 2016 eine positive Bilanz gezogen.

Die Tripartite Agglomerationskonferenz (TAK) lancierte 2012 einen vierjährigen Integrationsdialog mit Wirtschaftskreisen, um die staatlich-private Zusammenarbeit für die Integration am Arbeitsplatz zu intensivieren. Die TAK-Träger – Bund, Kantone, Städte und Gemeinden – hatten sich 2012 gemeinsam mit dem Schweizerischen Arbeitgeberverband, dem Schweizerischen Gewerbeverband, verschiedenen Branchenverbänden und Gewerkschaften auf 15 konkrete Ziele (pdf, 138 KB) in den Bereichen Information und Sensibilisierung, Sprache und Bildung sowie Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen geeinigt, die sie bis 2016 erreichen wollten

Gemäss TAK-Präsident Guy Morin ist die Mehrheit der Ziele erreicht. So wurden etwa 2000 Flüchtlinge zusätzlich in den Arbeitsmarkt integriert. Gelungen sei dies auch, weil staatliche Stellen heute vermehrt mit der Wirtschaft zusammen arbeiten. Bund und Kantone haben zudem Vorschläge für den Abbau von Hürden bei der Arbeitsmarktintegration erarbeitet (Vereinfachungen bei Arbeitsbewilligungen, Abschaffung der Sonderabgaben), über welche die Eidgenössischen Räte entscheiden werden. Die kantonalen und kommunalen Integrationsfachstellen haben ihre Angebote in den letzten Jahren ausgebaut, etwa Informationen für Arbeitnehmende und Arbeitgebende, praxisorientierte Sprachkurse, Anlaufstellen für Diskriminierungsfragen oder gezielte Massnahmen für die Arbeitsmarktintegration.


Dokumentation der Medienkonferenz vom 3. November 2016:

Medienmitteilung (pdf, 108 KB)

Referate an der Medienkonferenz (pdf, 3 MB)

Gesamtbilanz 2012-2016 (pdf, 690 KB)

Beispiele Dialogprojekte der Wirtschaft (pdf, 3 MB)

Deutsch lernen am Arbeitsplatz - Tipps für KMU

Sieben kurze Tipps zeigen, wie KMU ihre ausländischen Mitarbeitenden unterstützen können, Deutsch zu reden und verstehen.

Der Arbeitsplatz ist für ausländische Mitarbeitende ein idealer Ort, um ihre Deutschkenntnisse anzuwenden, zu festigen und zu erweitern. Wenn Vorgesetzte, Kolleginnen und Kollegen sie dabei unterstützen, machen sie rascher Fortschritte.

Sprachförderung am Arbeitsplatz muss nicht kompliziert sein: Zum Beispiel oft benutzte Werkzeuge mit dem richtigen Begriff anschreiben, oder Arbeitsschritte gleichzeitig erklären und vormachen, oder in einfachen Sätzen reden.

Noch schneller ans Ziel gelangt, wer seine anderssprachigen Angestellten dazu motiviert, einen Deutschkurs zu besuchen. Sprachkurse erleichtern die Kommunikation mit und unter Angestellten, und das trägt zu mehr Effizienz und Sicherheit im Betrieb bei.

Die Partner im TAK-Integrationsdialog „Arbeiten – Chancen geben, Chancen nutzen“ haben die Tipps gemeinsam erarbeitet. Die Arbeitgeber- und Branchenverbände verteilen den Flyer breit unter ihren Mitgliedern, um zu einer besseren Kommunikation am Arbeitsplatz beizutragen.

Der Flyer kann in zwei Formaten heruntergeladen werden:
PDF im A4-Format  (pdf, 487 KB) (2 Seiten)
PDF im Broschürenformat (pdf, 530 KB) (beidseitig gedruckte A4-Seite zum Falten)