Chancen geben - Chancen nutzen

Sie leiten ein Unternehmen? Sie sind für das Personal verantwortlich? Sie sind interessiert an Integrationsmassnahmen am Arbeitsplatz? Hier sind Sie an der richtigen Stelle.

Integration beginnt am Arbeitsplatz (Stephan Hermann, Philipp Eyer)

Integration findet überall statt. In der Schule, im Quartier, im Verein. Und ganz besonders am Arbeitsplatz: Hier erfahren Zugewanderte in den ersten Tagen und Wochen, wie Land und Leute ticken, welche Werte und Regeln gelten, was von ihnen erwartet wird. Hier fassen sie Fuss, um für sich und ihre Familien sorgen zu können. Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber können viel zur erfolgreichen Integration ihrer ausländischen Mitarbeitenden beitragen. Davon profitiert die gesamte Gesellschaft – und ganz direkt auch der Betrieb: Wer sich im Alltag zurecht findet und sich in der lokalen Sprache verständigen kann, fühlt sich wohl und arbeitet motiviert.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Integration am Arbeitsplatz zu fördern.

Positive Zwischenbilanz im TAK-Integrationsdialog „Arbeiten"

Die Partner im TAK-Integrationsdialog „Arbeiten – Chancen geben, Chancen nutzen“ haben am 26. Januar 2015 eine positive Zwischenbilanz gezogen.

Seit dem Start des Dialogs durch die tripartite Agglomerationskonferenz (TAK) im Oktober 2012 haben Staat, Arbeitgeberverbände und die Sozialpartner mehrerer Branchen verschiedene Projekte gestartet, um das Potenzial der hier lebenden Migrantinnen und Migranten besser zu nutzen und deren Integration am Arbeitsplatz zu fördern.

Mehr Dialogpartner

An der Medienkonferenz fasste TAK-Präsident Guy Morin die Zwischenbilanz im Namen der Dialogpartner zusammen: „Es ist gelungen, die staatlich-private Zusammenarbeit zu intensivieren, um die konkreten Ziele zu erreichen, die wir uns 2012 gesetzt haben. Erfreulich ist auch, dass sich mit Allpura, hotelleriesuisse und swissstaffing weitere Branchenverbände dem Dialog angeschlossen haben.“

Neues strategisches Ziel

Die Dialogpartner wollen verstärkt Arbeitskräfte im Inland rekrutieren und dabei auch die hier ansässige Migrationsbevölkerung berücksichtigen. Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga erklärte den Grund: „Mit der Aufnahme von Artikel 121a in die Bundesverfassung haben Staat und Wirtschaft den Auftrag erhalten, das Potenzial an Arbeitskräften in der Schweiz zu nutzen und zu fördern – auch das Potenzial der hier ansässigen Migrationsbevölkerung“.

Medienmitteilung vom 26. Januar (pdf, 439 KB)

Referate an der Medienkonferenz vom 26. Januar 2015 (pdf, 845 KB)

Neue Schwerpunkte

Um das inländische Potenzial zu nutzen, haben die Dialogpartner zwei Schwerpunkte gesetzt. Zum einen wollen sie darauf achten, dass die berufliche Grundbildung für Erwachsene die Bedürfnisse von bildungsfernen Arbeitskräften und der hier ansässigen Migrationsbevölkerung berücksichtigt. Denn der Berufsabschluss mit seinen Anforderungen an Sprachkenntnisse und selbständiges Lernen stelle viele Erwachsene vor Hürden, die sie ohne Unterstützung kaum überwinden könnten. Zum anderen sollen mehr anerkannte Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene in den Arbeitsmarkt integriert werden.

Erklärung der Dialogpartner vom 26. Januar 2015 (pdf, 256 KB)

Konkrete Dialogprojekte

Die Dialogpartner konnten ihre Zusammenarbeit insbesondere auf kantonaler und kommunaler Ebene verstärken – also dort, wo die Integration täglich stattfindet. Die Dialogprojekte der Wirtschaft (pdf, 808 KB) sind erfolgreich und werden zum Teil ausgeweitet. Insgesamt sind die Partner gut unterwegs, um die 15 Ziele in drei Aktionsfeldern (pdf, 138 KB) zu erreichen, die sie sich beim Start des Dialogs am 30. Oktober 2012 gesetzt hatten.

Zwischenbilanz 2013-2014 und Arbeitsschwerpunkte 2015-2016 (pdf, 363 KB)

Der Dialog ist eine Initiative der Tripartiten Agglomerationskonferenz (TAK), der politischen Plattform von Bund, Kantonen, Städten und Gemeinden.  Gesprächspartner sind Arbeitgeber- und Branchenverbände, Gewerkschaften und Organisationen der Migrationsbevölkerung. Der Dialog wurde am 30. Oktober 2012 in Anwesenheit von Bundesrätin Simonetta Sommaruga lanciert.

Deutsch lernen am Arbeitsplatz - Tipps für KMU

Sieben kurze Tipps zeigen, wie KMU ihre ausländischen Mitarbeitenden unterstützen können, Deutsch zu reden und verstehen.

Der Arbeitsplatz ist für ausländische Mitarbeitende ein idealer Ort, um ihre Deutschkenntnisse anzuwenden, zu festigen und zu erweitern. Wenn Vorgesetzte, Kolleginnen und Kollegen sie dabei unterstützen, machen sie rascher Fortschritte.

Sprachförderung am Arbeitsplatz muss nicht kompliziert sein: Zum Beispiel oft benutzte Werkzeuge mit dem richtigen Begriff anschreiben, oder Arbeitsschritte gleichzeitig erklären und vormachen, oder in einfachen Sätzen reden.

Noch schneller ans Ziel gelangt, wer seine anderssprachigen Angestellten dazu motiviert, einen Deutschkurs zu besuchen. Sprachkurse erleichtern die Kommunikation mit und unter Angestellten, und das trägt zu mehr Effizienz und Sicherheit im Betrieb bei.

Die Partner im TAK-Integrationsdialog „Arbeiten – Chancen geben, Chancen nutzen“ haben die Tipps gemeinsam erarbeitet. Die Arbeitgeber- und Branchenverbände verteilen den Flyer breit unter ihren Mitgliedern, um zu einer besseren Kommunikation am Arbeitsplatz beizutragen.

Der Flyer kann in zwei Formaten heruntergeladen werden:
PDF im A4-Format  (pdf, 487 KB) (2 Seiten)
PDF im Broschürenformat (pdf, 530 KB) (beidseitig gedruckte A4-Seite zum Falten)