Spitalverbund Appenzell Ausserrhoden – Im Deutschkurs lernen, die Schweiz zu verstehen

Der Spitalverbund Appenzell Ausserrhoden bietet interne Sprach- und Integrationskurse an. Ziel ist es, die Verständigung am Arbeitsplatz zu verbessern und den ausländischen Angestellten die Schweizer Kultur näher zu bringen.

Spitalverbund AR, Krombach 3, 9100 Herisau, AR, 071 353 81 11

Seit April 2010 unterstützt der Spitalverbund AR seine ausländischen Mitarbeitenden bei ihrer sprachlichen und kulturellen Integration in der Schweiz. Mit der Zunahme des ausländischen Personals, das heute mehr als ein Viertel der Belegschaft ausmacht, wird die betriebsinterne Kommunikation zu einer grossen Herausforderung.

Bessere Kommunikation am Arbeitsplatz

"Es unerlässlich, dass alle Deutsch verstehen und sprechen", erläutert Denise Holderegger, die Leiterin der Hotellerie (technischer Dienst, Hauswirtschaft und Gastronomie). Deshalb sei es wichtig, den Spracherwerb der Mitarbeitenden zu fördern. "Das Angebot ist freiwillig, aber wir versuchen besonders Personal mit schlechten Sprachkenntnissen zu motivieren, es in Anspruch zu nehmen."

Die Schweiz verstehen

So treffen sich jedes Semester einmal die Woche etwa 20 Angestellte für die internen Sprachkurse. Sie können zwischen zwei Niveaus wählen und werden in Klassen von ungefähr neun Lernenden eingeteilt. Nach Absprache mit den Angestellten finden die Kurse am Samstagmorgen während 90 Minuten statt. Gelehrt wird Hochdeutsch, aber in den Unterricht fliessen auch Aspekte der Mundart ein. Primäres Ziel aber sei, so Holderegger, dass die Mitarbeitenden „die Schweiz verstehen“. Sie lernen mit der Sprache auch Schweizer Gepflogenheiten kennen, behandeln aktuelle Themen wie die Bundesratswahlen oder lassen sich erklären, wie das Schweizer Schulsystem funktioniert.

Auf dem richtigen Weg

Der Spitalverbund investiert jedes Semester rund 13.000 Franken in diesen konkreten Beitrag an die Integration. Die Teilnehmenden übernehmen einen symbolischen Beitrag von rund 100 Franken. „Die meisten könnten solch einen Kurs aus eigener Tasche gar nicht finanzieren, führt Holderegger aus. "Trotzdem verstehen wir unser Engagement auch als Eigeninteresse.“ Die Erfolge seien spürbar, die Verständigung am Arbeitsplatz verbessere sich stetig. Und die anhaltende Begeisterung der Angestellten zeige, dass der Verbund auf dem richtigen Weg sei.

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