tibits – Chancengleichheit als Erfolgsrezept

Die Restaurantkette tibits achtet bewusst darauf, Diskriminierung zu vermeiden, und bietet allen Angestellten kostenlose interne Sprachkurse, Weiterbildungen und Aufstiegsmöglichkeiten an.

tibits, Seefeldstrasse 2, 8008 Zürich, 044 260 32 22; weitere Standorte in Winterthur, Bern, Basel und London

Mit rund 40 Prozent ausländischer Mitarbeitender ist der Familienbetrieb keine Ausnahmeerscheinung im Gastgewerbe. Auffällig ist das Engagement, das tibits seinen Angestellten mit Migrationshintergrund entgegenbringt und im Leitbild des Unternehmens verankert ist: Das Führungspersonal, das gemäss schriftlichen Richtlinien niemanden diskriminieren darf, hat Vorbildfunktion. Es wird entsprechend geschult, damit Prinzipien wie Chancengleichheit oder Verantwortung gegenüber Mensch, Tier und Umwelt keine leeren Worthülsen bleiben.

Einsprachigkeit im multikulturellen Umfeld

Die 280 Angestellten vom tibits kommen aus 40 Ländern der Welt, denn gemäss Mitgründer Daniel Frei ist die Herkunft für eine Anstellung „nicht entscheidend“. Im Betrieb wird strikt nur Deutsch gesprochen. Deshalb gehören mündliche Grundkenntnisse des Deutschen zu den Einstellungsanforderungen gehören. Trotzdem gibt es hin und wieder Ausnahmen, wenn Bewerberinnen und Bewerber grosses Talent mitbringen. Die Firma ermuntert alle Angestellten, ihre Sprachkenntnisse zu verbessern, und führt dazu interne kostenlose Kurse durch, die bei Bedarf auch verpflichtend sein können. Sie kommt auch Wünschen nach Weiterbildung entgegen, bindet aber die Mitarbeiter nach Abschluss mindestens ein halbes Jahr lang. Neulinge erhalten einen "Götti" oder eine "Gotte", die sie in den Betrieb und die Firmenkultur einführen.

Ein lohnenswerter Aufwand

Dieser Einsatz kostet das Unternehmen Geld, wie Daniel Frei offen gesteht: „Es ist ein Aufwand für uns, klar. Aber er lohnt sich.“ Er lohnt sich für die Mitarbeitenden, da er Chancengleichheit und Aufstiegsmöglichkeiten für alle bedeutet. Das Ergebnis ist sichtbar: Angestellte mit Migrationshintergrund sind auf allen Hierarchiestufen vertreten. Doch auch der Arbeitgeber profitiert. Tiefe Fluktuation und die gute Stimmung im Team sorgen für ein positives Image und zufriedene Gäste.

Quelle:
Migrations-Alliance Kanton Bern (Hg.) (2012): Integration der ausländischen Arbeitskräfte. Chance und Verantwortung von Unternehmen. Seiten 20-22.

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