Bedürfnisse von Schwangeren und Wöchnerinnen besser verstehen

An den Universitätsspitälern Genf und Zürich werden 300 schwangere Frauen oder Frauen im Wochenbett zu Nutzung der entsprechenden Angebote befragt. Damit soll das bestehende Informationsmaterial für Frauen und Gesundheitspersonal bis Ende 2016 bedarfsgerecht angepasst werden.

Ungleicher Zugang zum Gesundheitssystem

Diverse Schweizer Studien berichten im geburtshilflichen Bereich, dass Frauen aus Asien oder Afrika ein höheres Risiko für Frühgeburten haben. Ebenso wurden höhere Kaiserschnittraten bei Frauen aus dem Südlichen Afrika, Lateinamerika und Asien festgehalten. Als Ursachen wird unter anderem angenommen, dass verschiedene Migrantinnen und Migranten grösseren gesundheitlichen Risiken ausgesetzt sind und weniger leicht Zugang zu unserem Gesundheitssystem finden. Des Weiteren halten Studien fest, dass das Wissen der Migrationsbevölkerung oft unzureichend ist. Es bestehen Verständigungsschwierigkeiten im Kontakt mit Gesundheitsinstitutionen.

Partizipative Forschung an Unispitälern Genf und Zürich

Kantone Genf und Zürich haben einen überdurchschnittlichen Ausländeranteil. Mit dem Forschungsprojekt COMIRES II (COmmunity MIgrant RESearch II) soll in beiden Kantonen erhoben werden, welche Angebote Schweizerinnen und Migrantinnen während der Schwangerschaft und im ersten Jahr nach der Geburt kennen und nutzen. Das vom Bundesamt für Gesundheit (BAG), dem Staatssekretariat für Migration (SEM) und der Schweizer Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (SGGG) unterstützte Projekt will damit die Bedürfnisse der Zielgruppe besser verstehen.

Anpassung von Infobroschüren für Frauen und Gesundheitspersonal

Im Rahmen des Projekts werden zur Ermittlung der Bedürfnisse von November 2015 bis März 2016 Fokusgruppen mit Migrantinnen geführt. Aufgrund der Fokusgruppen und der bestehenden Literatur wird eine quantitative Bedarfserhebung vorbereitet und bis August 2016 durchgeführt. Bis Ende 2016 soll das bestehende Informationsmaterial angepasst werden.

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