Wirksamkeit der Angebote zur Frühen Förderung wird überprüft

In den letzten Jahren sind in vielen Gemeinden, Angebote im Frühbereich entstanden oder ausgebaut worden. Dies mit dem primären Ziel Familien und ihre Kleinkinder so zu unterstützen, dass letztgenannte sich optimal entwickeln können und beim Start der obligatorischen Schulzeit die Chancen gerecht verteilt sind. Die Nutzung und Wirksamkeit der Familienangebote soll nun bis Ende 2018 schweizweit untersucht werden.

© Herrmann & Eyer

Die Sicht der Familie ist zentral

Die Angebotspalette sieht in verschiedenen Städten unterschiedlich aus, Zugangserleichterungen oder auch verpflichtende gesetzliche Grundlagen zur Teilnahme an einer Massnahme ebenfalls. Bis anhin ist weitestgehend unklar, wie die Familien – im Speziellen sozial benachteiligte Familien und Familien mit Migrationshintergrund – den unterstützenden Zugriff des Staates empfinden. Statistiken und Hochrechnungen zufolge werden die Angebote von Familien mit Migrationshintergrund aber deutlich anders genutzt als von Schweizer Familien. 
Die Studie „Angebote der Frühen Förderung in der Schweiz“ der Hochschule Luzern und des des Instituts für Elementar- und Schulpädagogik IESP setzt an dieser Stelle an und untersucht die längerfristige Wirkung von Angeboten im Frühbereich auf Aspekte des Familienlebens aus Sicht der Eltern. Das Forschungsprojekt wird vom Staatssekretariat für Migration SEM unterstützt.

Die Nutzen der Erkenntnisse sind vielfältig

Die Studie soll vor allem aufzeigen, wie unterstützend sozial benachteiligte Familien das jeweilige Angebot wahrnehmen und welchen Nutzen sie für die Familie daraus ziehen. Damit soll schliesslich das Wirkungspotential für die kindliche Entwicklung abgeschätzt werden. Städtische und kommunale Angebote der Frühen Förderung sollen überprüft und allenfalls auch verbessert werden. Dazu sollen mindestens 400 Familien, davon zur Hälfte sozial benachteiligte Familien und mindestens 180 Migrantenfamilien befragt werden. Neben den Rückmeldungen, wird ein Bericht sowie ein Leitfaden mit Kriterien für Angebote (Fokus sozial benachteiligte Familien) entwickelt. Zudem werden die Ergebnisse in der Aus- und Weiterbildung verankert.

Dr. phil. Claudia Meier Magistretti, Psychologin FSP (Forschungsleiterin, Dozentin und Projektleiterin); Hochschule Luzern  HSLU, 
Institut für Sozialpädagogik und Bildung; Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung
und Teilhabe in Lebenswelten; Werftstrasse 1; Postfach 2945; 6002 Luzern

PD Dr. phil. Catherine Walter-Laager (Geschäftsführerin, Projektleiterin
und Privatdozentin der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg); Institut für
Elementar- und Schulpädagogik (IESP); Neuhofstrasse 21; 8315 Lindau

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