Mitdenken – mitreden – mitgestalten

Die Zuwanderung prägt unser Land seit fast einem Jahrhundert. Heute leben in der Schweiz Menschen aus rund 200 Staaten. Diese kulturelle und religiöse Vielfalt gilt es im Interesse der gesamten Gesellschaft zu nutzen.

Foto Christophe Chammartin

Die Schweiz ist eine vielfältige Gesellschaft: Die Menschen, die hier leben, unterscheiden sich nicht nur aufgrund ihrer Herkunft, sondern in vielerlei anderer Hinsicht, ob nun Alter oder Beruf, Vermögen oder Familiensituation, Interessen oder Glaube. Daraus ergeben sich grosse Chancen. Denn eine Vielfalt von Menschen bedeutet immer auch eine Vielfalt von Ideen – eine zentrale Voraussetzung für Innovationen in Wirtschaft, Bildung, Kultur und weiteren Lebensbereichen.

Zusammenhalt stärken

Diese kulturelle Vielfalt stellt uns aber auch vor die Herausforderung, immer wieder den sozialen Zusammenhalt zu stärken, der von allen Seiten Respekt, Anerkennung und Toleranz bedingt. Mit dem Dialog Zusammenleben will die Tripartite Agglomerationskonferenz (TAK) hierzu einen Beitrag leisten.

Es läuft viel

In der Schweiz wurden in den vergangenen Jahren sehr viele Projekte zur Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts lanciert und umgesetzt. Diese Projekte haben oftmals einen schweren Stand in der Öffentlichkeit. In den Medien finden sie selten Erwähnung, von der Politik werden sie regelmässig als wirkungslos kritisiert.

Hier setzt der Integrationsdialog „Zusammenleben“ an: Zum einen soll die Bedeutung solcher Projekte aufgezeigt werden. Zum anderen geht es darum, bestehende Projekte bekannter zu machen und darauf hinzuwirken, dass die in diesem Bereich – oft unbezahlt – geleistete Arbeit eine öffentliche Wertschätzung erhält. 

Sensibilisierung und Unterstützung vor Ort

Sozialer Zusammenhalt entsteht durch Kontakte, durch konkrete Begegnungen zwischen Menschen. Die Nachbarschaft, das Quartier spielen dabei eine wichtige Rolle. Die TAK will deshalb bis 2017 prüfen, wie Gemeinden in geeigneter Form für die Förderung des friedlichen Zusammenlebens sensibilisiert und bei der Konzipierung guter Angebote unterstützt werden können.

Integrationsdialog 2012-2017: Empfehlungen der Tripartiten Konferenz

Bund, Kantone, Städte und Gemeinden haben im Rahmen der Tripartiten Konferenz (TK) Empfehlungen zu Integration von Ausländerinnen und Ausländern verabschiedet.

Grundlage der Empfehlungen sind die Schlussfolgerungen aus dem Integrationsdialog, den die TK 2012 lancierte, sowie die Diskussionen an der 3. Nationalen Integrationskonferenz vom 19. Juni 2017.

Die Empfehlungen richten sich an die zuständigen Behörden von Bund, Kantonen, Städten und Gemeinden sowie an Akteure der Wirtschaft, der Bereiche Gesundheit und Frühe Kindheit sowie der Zivilgesellschaft. Damit will die TK die staatlich-private Zusammenarbeit in den Integrationsbereichen Arbeit und Bildung, Aufwachsen sowie Zusammenleben weiter intensivieren.

Medienmitteilung (pdf, 92 KB) vom 6. November 2017

Die Erkenntnisse, Schlussfolgerungen und Empfehlungen des TK-Integrationsdialogs 2012-2017 können hier (pdf, 543 KB) heruntergeladen werden.

Gemeinsam für eine erfolgreiche Integration

Über 250 Akteure aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft haben an der dritten Nationalen Integrationskonferenz am 19. Juni 2017 darüber diskutiert, wie die Integration von Ausländerinnen und Ausländern in der Schweiz weiter verbessert werden kann.

Im Fokus stand die Zusammenarbeit von Bund, Kantonen, Städten und Gemeinden mit nichtstaatlichen Akteuren aus den gesellschaftlichen BereichenArbeiten, frühe Kindheit und Zusammenleben. Wichtigstes Ergebnis der Konferenz: Die Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure muss vor Ort verstärkt werden – dort wo die Menschen leben und arbeiten.Wichtigstes Ergebnis der Konferenz: Die Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure muss vor Ort verstärkt werden – dort wo die Menschen leben und arbeiten.

Medienmitteilung (pdf, 100 KB)